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KFZ-Werkstatt der lippischen Polizei

KFZ-Werkstatt der lippischen Polizei
KFZ-Werkstatt der lippischen Polizei
KFZ-Team kümmert sich täglich um die Fahrzeugflotte der Polizei Lippe.
Nina Ehm

Wartungen und Inspektionen, der Austausch von Verschleißteilen sowie das Wechseln von Reifen – dies sind nur einige der zahlreichen Aufgaben, um die sich das Team der KFZ-Werkstatt täglich für die Polizei Lippe kümmert. Denn was wäre die Polizei nur ohne ihren Fuhrpark? Um bei Tag und Nacht und egal welcher Wetterlage für die Sicherheit der lippischen Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, müssen sich die Einsatzkräfte immer auf ihre „Weggefährten“ verlassen können.

Regierungsbeschäftiger (RBr) Sven Schmidt ist gelernter Kraftfahrzeugmechaniker-Meister (kurz KFZ-Meister) und als Leiter der Werkstatt in Detmold tätig. Gemeinsam mit seinen drei Gesellen ist er für die gesamte Fahrzeugflotte der lippischen Polizei zuständig – dazu gehören neben den allseits bekannten Streifenwagen auch die zivilen Fahrzeuge der Behörde.

Die täglichen Arbeiten rund um den Fuhrpark der Polizei sind vielseitig. Neben Wartungs- und Verschleißarbeiten stehen ebenfalls mechanische und elektronische Arbeiten auf der Tagesordnung. Auch die Begutachtung und Beseitigung von kleineren Unfallschäden übernimmt das Werkstatt-Team selbst. „In Einsatzlagen oder bei Verfolgungsfahrten kommt es schon einmal zu Beschädigungen an den Fahrzeugen. Vor allem in Nachtschichten, bei schlechter Beleuchtung, kann das nicht immer vermieden werden“, erklärt Sven Schmidt. Richt-, Ausbeul- sowie Schweißarbeiten bei Karosserie-Schäden und Gewährleistungsarbeiten innerhalb der Garantie werden hingegen an externe lippische Vertragswerkstätte abgegeben. Von diesen werden auch diverse Ersatzteile für die eigenen Reparaturen bezogen. 

Die Fuhrparkflotte der Polizei Lippe besteht regelmäßig aus neuen und daher immer jungen Fahrzeugen. Zuständig für die zentrale Beschaffung, Ausgabe und Aussonderung der Fahrzeuge für die Polizei NRW ist das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) NRW. So lösen seit Anfang 2020 die Streifenwagen der Marken „Ford S-Max“ und „Mercedes Vito“ die davor angeschafften BMWs schrittweise ab, bei deren Auswahl vor allem die Kriterien Größe und Ausstattungsumfang eine entscheidende Rolle spielten.

Bevor die Fahrzeuge zum Einsatz kommen, werden sie stets in der KFZ-Werkstatt vorbereitet: Dies geschieht in Form von kleineren Korrekturen je nach individuellem Einsatz des Fahrzeuges, zum Beispiel durch spezielle Ladenbausysteme zum Verstauen für die Innenausstattung. Ebenso übernehmen Sven Schmidt und sein Team die Aufarbeitung von „alten“ Dienstfahrzeugen, bevor diese ausgesondert werden.

Die Geschichte der polizeilichen KFZ-Werkstatt reicht bis in die 1950er Jahre zurück. Damals war die Werkstatt und die Verkehrspolizei im sogenannten „Tiergarten“ im Freilichtmuseum in Detmold angesiedelt. Seitdem RBr Schmidt 2006 als Meister in der KFZ-Werkstatt eingestellt wurde, investiert die Polizei Lippe regelmäßig in die 3 1/2-jährige Ausbildung von Nachwuchskräften: „Neben mehreren männlichen Auszubildenden gab es auch schon eine junge Frau als Auszubildende, die Lust darauf hatte den Beruf „KFZ-Mechatroniker/in“ zu erlernen. Erst kürzlich hat unser letzter Auszubildender seine Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Er gehört ab sofort zu unserer festen KFZ-Truppe“, freut sich Werkstattleiter Schmidt.

Schaden an einem Fahrzeug, Beispiel 1 Schaden an einem Fahrzeug, Beispiel 1
Schaden an einem Fahrzeug, Beispiel 2 Schaden an einem Fahrzeug, Beispiel 2
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